Kath. Ehe-, Familien- und Lebensberatung Hanau

 

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Tod und Trauer

Präventionsarbeit im Bistum Fulda

Zentrales Ziel von Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt ist, Kinder und Jugendliche vor jeglichen Grenzverletzungen und Machtmissbrauch zu schützen.

Selbsthilfegruppe Trauernde Eltern Hanau

Im schützenden Raum einer Gruppe, in der sich trauernde Mütter und Väter treffen, können Sie Ihre Gefühle und Ihre Trauer zulassen. Sie werden Menschen finden, die gelernt haben, mit ihrem Verlust und ihrem Schmerz weiter zu leben.


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Pressestimmen zum 25. Jubiläum der Gruppe Trauernde Eltern im November 2014

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Pressestimmen 2011



Verwitwet und Kinder erziehen    

(Hanau Post vom 28.08.2009)

Hanau (dk). Stirbt ein Ehepartner im hohen Alter, so stehen die Hinterbliebenen vor der immer schwierigen Aufgabe, Trauerarbeit zu leisten. Verstirbt ein Ehepartner allerdings unverhofft in jungen Jahren und hinterlässt auch noch Kinder, so kommen zur tiefen Trauer über den schweren Verlust auch noch ganz andere Problemstellungen, mit denen die Betroffenen oft nicht alleine zurecht kommen. Die Katholische Familienbildungsstätte im Bangert bietet deshalb ab Donnerstag, 10. September, von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr für alle Interessierten einen Gesprächskreis zum Thema "Ich bin verwitwet, wie gelingt es mir, meine Kinder gut zu erziehen?" Teilnehmen, so die Leiterin der Familienbildungsstätte, Petra Krahwinkel, kann jeder. Unabhängig von Geschlecht und Konfession.
"Es war ein sehr unterstützendes Angebot," berichtete eine der betroffenen Frauen -vorwiegend sind es Frauen, die den intensiven Austausch suchen - gestern bei der Vorstellung des Konzeptes im Hanauer Dechant Diel Haus, Im Bangert 4. "Denn ich war plötzlich nicht mehr alleine mit meinen Sorgen." Monika Wiedemann, Diplom Psychologin und Trauerbegleiterin, hat bereits seit 2007 in einer kürzlich erst beendeten Gesprächsgruppe die betroffenen Frauen behutsam durch die sich stellenden Aufgaben geleitet und weiß: "Es ist ganz wichtig, dass die Frauen wieder ihre innere Sicherheit bekommen." Die Gewissheit soll wachsen, "Wir schaffen das." Und genau "diese Sicherheit wollen wir vermitteln." Das in einer Situation, in der zunächst gar nichts mehr sicher scheint. Oft ändere sich durch den Tod des Mannes das ganze Lebensumfeld. Haus oder Wohnung seien nicht mehr zu finanzieren, der Umzug stehe an und damit auch die Aufgabe des gewohnten sozialen Umfeldes. Die hinterbliebenen Frauen seien in solchen Fällen häufig dazu gezwungen, wesentlich mehr Zeit für die gewerbliche Arbeit aufzuwenden, um den Lebensunterhalt zu sichern. Zeit, die dann wieder bei den Kindern fehle, die in der Regel auch vom Verlust eines Elternteils überfordert seien. In Schule oder Kindergarten, so die nicht einmalige Erfahrung im Gesprächskreis, werde der Tod des Vaters oder der Mutter verheimlicht. Manchmal aus Angst, ausgegrenzt zu werden, manchmal aus Scheu, das Unfassbare auszusprechen und damit zur unumstößlichen Tatsache werden zu lassen. Die verwitwete Mutter eines jugendlichen Sohnes berichtete von den Schwierigkeiten, sich selbst als Familienoberhaupt zu behaupten, da sich der männliche Nachwuchs plötzlich als Mann im Haus gefühlt habe. Verständliche Umstände und Entwicklungen zwar, die der gesunden Entwicklung der jungen Persönlichkeiten keineswegs zum Vorteil gereichen. In der Gesprächsgruppe, so Monika Wiedemann, "werden diese Themen sehr viel klarer." Und wichtiger Teil der Arbeit in den Gruppen ist auch, wie Kinder den Tod eines Elternteils "zu formulieren lernen." Im Fortgang sei es dann auch an den Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, die zu diesem Thema bestehenden Defizite aufzuarbeiten und einen offeneren Umgang mit dem Sterben anzustreben. Denn "Tod ist eben immer noch ein gesellschaftliches Tabu." Betroffene und Interessierte können sich unter der Rufnummer 06181/923230 bei Petra Krahwinkel weitergehend informieren oder für den Gesprächskreis anmelden. Unter der Internetadresse www.fbs-hanau.de sind auch die Angebote der Familienbildungsstätte für alle anderen familiären Problembereiche einsehbar. 


Dieter Kögel



 

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